Rezension: Irgendwie zeitlos - Gedichte von Klaus Martens

Klaus Martens ... schlüpft nie in die Rolle des Dichters mit erhobenem Zeigefinger, der vom Elfen-

beinturm herab predigt. Seine Lyrik führt den Leser vielmehr in eine persönliche Dimension;

sowohl in diejenige des Autors, als auch in die eigene: Denn Martens kann Gefühle einfühlsam

vermitteln ... Zu seinen Thematiken gehört das Zyklische, das Natürliche, das Menschliche, das

Wahre ... Klaus Martens´... Lyrik ist traditionsgebunden und modern zugleich, irgendwie zeitlos

("phibes", Rezension von Was Musik macht (2010), Das wunderbare Draußen (2010) und Alter

Knochen spricht (2011). In Krautgarten 59, November 2011, S. 74).

 

Neu im Juni 2011

Klaus Martens (Text) u. Johanne Martens (Fotos), SCHWEDENBUCH. Texte, Fotos, Gedichte.

Saarbrücken: Amarant Presse 4, 2011. 84 S., 16 Farbfotos. Euro 19.95 plus Versandkosten

 

Rezension:

Dieses Reise- und Heimatbuch unterscheidet sich von den üblichen Reisebüchern erheblich. Es

zählt keine Sehenswürdigkeiten auf, ist kein Ratgeber oder Sachbuch, obwohl es ihm an guten

und wissenswerten Ratschlägen nicht fehlt. Es ist die Geschichte einer allmählichen Entdeckung,

so wie auch die Liebe funktioniert - wunderschön erzählt, die Geschichte einer Familie, die nach

Schweden in Urlaub fährt und sich dort immer mehr dem Gefühl ausliefert, angekommen zu

sein. Geschickt verknüpft Klaus Martens die einzelnen Stationen dieser Liebesgeschichte,

indem er sie in den Ablauf der Jahreszeiten bettet. Er schreibt in einfacher, heiterer Sprache vom

Anfang auf das offene Ende zu, mit viel Humor und der verhaltenen Poesie, die man von ihm

als Lyriker kennt. Er belehrt nicht, berichtet engagiert und unangestrengt, wie alles begann und wie

sie sich entwickelte, diese Liebe auf den ersten, auf den zweiten und wiederholten Blick. „Wie es

dazu kam“ oder „Wir bleiben“ oder „Die Seen“, „Die Boote“ oder auch „Eingeschneit“- die

Kapitelüberschriften zeigen, wo und wie es langgeht und dabei versteht Klaus Martens einen Sog

herzustellen, seine Sprache ist nicht darauf angelegt zu glänzen, sondern Glanz darzustellen, teilt

selbst Gefühle [mit] und der Leser kann sich im ganz Alltäglichen wiedererkennen. Das macht

dieses Buch zu einer spannenden und sympathischen Lektüre. … Mit Liebeserklärungen hat

Klaus Martens sein Buch gespickt, und angereichert mit seinen unverwechselbaren Gedichten.

Bekanntermaßen unterschätzt und dennoch aus der ersten Liga. … Auch dieser Gedichte wegen, 

muss dieses ungewöhnliche, persönliche, wissensreiche Buch gelesen und empfohlen werden.

Last not least ist es mit herrlichen Fotographien von Johanne Martens versehen, welche den

Text auf besondere Art und Weise vervollständigen und sichtbar machen. (Michael Starcke,

Rezension Juni 2011 in fixPoetry.com)

 

 

Neu im Februar 2011

Klaus Martens, Alter Knochen spricht und andere neue Gedichte.

Saarbrücken: Amarant Presse 3, 2011.

 

Rezension:

"Man reibt (sich) die Verwunderung aus den Augen und kann es kaum glauben. Trotz aller Brüche

wirkt alles rund und fertig, im besten Sinne gereimt, obwohl die Gedichte bis auf ein paar wenige

Ausnahmen genau das nicht sind. So wirken nur geglückte Komposition und geniale Textur. Fast

so, als wären sie auf eine spezielle Art und Weise gesungen. Mit etwas Übertreibung, die hier

nicht wirklich schadet, lässt sich die Lyrik von Klaus Martens als Teil einer archaischen Gnade

beschreiben - was man mit Sprache machen kann, wenn man es kann". (Rezension von Michael

Starcke in fix Poetry.com).

 

Neu im September 2010

Klaus Martens, Was Musik macht. 21 Gedichte mit 4 Illustrationen von Michael Blümel. Decision 89

(2010). Sonderheft.

 

Klaus Martens, Das wunderbare Draußen. FixPoetry Leseheft 22. Klingenberg: Verlag im Proberaum 3, 2010.

Rezension:

Einladung, den Dichter Klaus Martens kennen zu lernen

Liest man das Titelgedicht von Klaus Martens' kleinem Gedichtband "Das wunderbare Draußen",

erweist sich abermals, dass hier nicht ein Ex-Hochschullehrer als Dichter dilettiert, sondern

dass Martens immer beides war und ist. ... Das erwähnte Gedicht gleicht einer in ihrer Lakonik zu

Herzen gehenden Lebensbilanz. ... Wenn es ein gemeinsames Subthema ... gibt, dann das des Genießens

am Abgrund. Man weiß dort, dass alle Wege aufhaltsam sind. Alle Illusionsblasen sind längst

geplatzt, die Lüfte aber dafür umso reiner und die Worte umso ehrlicher. Wissend, dass auch wir

am Ende, wenn unser letzter Frühling (und die Leichtigkeit, die ein jeder verhieß) verstrichen ist, zu

"Erinnerungsstaub" werden. (Christoph Schreiner, Saarbrücker Zeitung, 30. Mai 2011, B5).

 

Neues Buch / New Book ab Februar 2010

FixPoetry
Hier oder Bild anklicken, um zum Buch von Klaus Martens auf fixPoetry.com zu gelangen.
Virtuelles "Autorenbuch" mit einer Auswahl von c. 70, nun 10 Gedichten aus den Jahren

1984 bis 2011.

 



Fähre
Klaus Martens, Die Fähre. Ein Abgesang. Und 14 andere Gedichte. Saarbrücken: VS / Topicana 14, 2006.

 

Stimmen zum Buch:

"Ein wundervoller Gedichtband ... „Die Fähre“ ist der erste Gedichtband seit langem, den ich in einem

Zug durchlas. Weil er…eine hohe Musikalität hat, bewegende Melodien aus den Kindheitserinnerungen

herausbricht, wirkt nie alt oder wie in eine falsche Zeit eingeparkt, sondern aktiv zeitlos und überzeugend.

… Ich kenne kein schöneres Langgedicht über die Kindheit.…„Vierzehn andere Gedichte“ folgen. Aus

ihnen läßt sich unschwer lesen, daß wir mit Martens einen erstklassigen Lyriker haben, jemand der

eine sichere, eigene Sprache hat. Und den mal wieder keiner kennt, weil man in den Feuilletons etwas

völlig anderem hinterher rennt. Und dabei noch falsche Fährten legt und die falschen Helden pflegt. . . .

Ein Schatz." (Rezension Frank Milautzcki in fixPoetrycom / Feuilleton).

 

"Nicht höhere Weihen sind das Anliegen dieser Poesie, sondern nichts mehr und nichts weniger als

jene Wirklichkeit, in der wir uns selbst begegnen.'Draußen sind wir zu finden', schrieb Hugo von

Hofmannsthal - Die Fähre bestätigt es in jeder Zeile." (Rezension "loqui" in Krautgarten 54).

 

"Martens ... versammelt die zwischen 1986 - 2006 erschienen Arbeiten in seinem Band als eine

wortreiche Substanz seines dichterischen Wissens, als das "Silber auf der Zunge" (im Gedicht

"Ich liebe"). Besonders der genannte längere Zyklus gibt Zeugnis auch vom Bilderreichtum des

Autors sowie seinem dezidierten sprachlichen Vermögen, setzt aber auch einen Bildungsanspruch

an die Leser fest, der wohl nicht allen gleichermaßen liegen dürfte, wenngleich er dem Rezensenten

manche Freude bereitete. Klaus Martens' Buch ist ein poetischer Genuss . . . " (Rezension KH

in Bücherwurm 1 (2007) 19.

 

Klaus Martens in Übersetzung

Übersetzungen ins Amerikanische von Muriel Cormican:

"Klaus Martens: Four Poems from Die Fähre". Translated by Muriel Cormican. terminus Magazine 8 & 9

(2011). Atlanta, Georgia: 172-175

 

Übersetzungen ins Japanische von Shun Suzuki:

Japanese Translation
Klaus Martens, „Die Fähre“, in japanischer Übersetzung von Shun Suzuki. In Sijin-Kaigi 2 : 47 (2009): 78-94.

Was dafür spricht

Klaus Martens, „Was dafür spricht“, in japanischer Übersetzung von Shun Suzuki. In Ka-Hen 169

(November-Dezember 2008): 1.


Shi-to-Shisoo


Klaus Martens, „Was dafür spricht“ in einer Auswahl mit weiteren Einzelgedichten von Elisabeth

Schawerda, Erika Mitterer, Eugen Gomringer, Durs Grünbein, Hellmuth Opitz, Beat Brechtbuehl,

Jürgen Theobaldy, Volker Braun. In japanischer Übersetzung von Shun Suzuki. Shi-to-Shisoo 9

(September 2009), Nr. 277: 92-96. 93.



Klaus Martens, "Fremdvertrauter Song". In japanischer Übersetzung von Shun Suzuki.

In Shi-Kai, Nr. 256 (März 2010): 60-61.

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Weitere Gedichtbücher / Other Books of Poetry

Zeiten

Klaus Martens, Heimliche Zeiten. Stuttgart: Deutsche Verlagsanstalt, 1984.



Schweigen

Klaus Martens, Angehaltenes Schweigen. Göttingen: Edition Herodot, 1985.



Wendekreis

Klaus Martens, Im Wendekreis des Fragezeichens. Göttingen: Altaquito, 1987.

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Quatrains

"Linked Quatrains" (Postkarte in hoher Auflage). Ein interkulturelles Lyrikprojekt in mehreren Sprachen

(mit KIJIMA HAJIME, Japan, der das Projekt begann). Tokyo 2004. Auch in: Kijima Hajime, Ishihara Takeshi,

Niinobe Ken, eds., Collection of Linked Quatrains. Tokyo: Dojo Bijutsusha Shuppan Hanbai, 2003. 265.

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